Die ärztliche Beratung erfolgt ausschließlich auf Spanisch oder Englisch.
Fachärztliche Behandlung der Urtikaria
Diagnostik und weiterführende Behandlung von Quaddeln, Schwellungen (Angioödemen) und starkem Juckreiz.
Meine Urtikaria geht nicht weg: Beurteilung durch den Allergologen
Für Erwachsene und Kinder kann eine Online-Beurteilung der Urtikaria angefragt werden. In der Sprechstunde werden die Krankengeschichte, vorhandene Befunde und bisher eingesetzte Behandlungen besprochen und die nächsten Versorgungsschritte beurteilt.
Vor der Konsultation
Notieren Sie den Beginn der Beschwerden, die Häufigkeit der Episoden und bisherige Behandlungen. Halten Sie gegebenenfalls Fotos der Hautveränderungen bereit.
Private Online-Konsultation
150 €
Einzelkonsultation per Videokonferenz von bis zu 60 Minuten, je nach Bedarf. Das Angebot mit einer anschließenden Folgekonsultation kostet insgesamt 250 €.
Privattermin anfragenKonsultation mit Krankenversicherung
Ich betreue Patienten aller Krankenversicherungen. Bei Adeslas und Nueva Mutua Sanitaria bestätigen Sie den Versicherungsschutz bei der Terminanfrage. Für andere Gesellschaften beachten Sie die Hinweise zu anderen Versicherungen.
Termin mit Krankenversicherung anfragenWas kann überprüft werden, wenn meine Urtikaria nicht weggeht?
Sie können auch dann eine Beurteilung anfragen, wenn Sie bereits behandelt wurden. Geben Sie bei der Terminanfrage an, welche Behandlungen Sie angewendet haben, und stellen Sie vorhandene Befunde bereit, damit der Verlauf in der Konsultation besprochen werden kann.
Ersetzt die Online-Konsultation alle persönlichen Untersuchungen?
Die Videoberatung wird durch eine persönliche Betreuung oder Untersuchungen vor Ort ergänzt, wenn dies erforderlich ist. Die Bedingungen des gewählten Angebots finden Sie auf der Seite mit Preisen und Honoraren.
Ist der Termin durch Absenden des Formulars bestätigt?
Das Formular übermittelt eine Terminanfrage. Warten Sie auf die persönliche Bestätigung und die Hinweise für Ihren Termin. Nehmen Sie vor dem Ausfüllen Kontakt auf, um Tag und Uhrzeit zu vereinbaren, und füllen Sie das Formular erst nach ärztlicher Aufforderung aus.
Warum habe ich diese juckenden Quaddeln?

Plötzlich auftretende Quaddeln, starker Juckreiz oder Schwellungen (Angioödeme) können große Angst auslösen.
Belastend sind nicht nur die Beschwerden, sondern auch die ungeklärte Ursache und die Sorge, dass sie wiederkehren oder der Hals anschwillt. In Notaufnahmen oder der allgemeinärztlichen Betreuung werden häufig Kortikosteroide verordnet, um die Beschwerden rasch einzudämmen; für die Erklärung der Ursache bleibt dabei manchmal wenig Zeit.
Meine Sprechstunde verfolgt zwei Ziele:
Das Warum erklären: Wir prüfen, ob eine allergische, infektiöse oder autoimmune Ursache infrage kommt. Die Erkrankung zu verstehen, ist ein erster Schritt, die Angst davor zu verringern.
Den Juckreiz möglichst rasch lindern: Die Medikation, etwa mit Antihistaminika oder anderen Arzneimitteln, wird so angepasst, dass Schlaf und Alltag möglichst wieder möglich werden, ohne langfristig auf Kortikosteroide angewiesen zu sein.
Behandlung der Urtikaria
Warum die bisherige Behandlung möglicherweise nicht ausreicht: 5 medizinische Schwerpunkte
Wenn Ihre aktuelle Behandlung keine vollständige Symptomkontrolle erreicht oder Sie dafür Kortikosteroide benötigen, ist eine eingehende Überprüfung anhand der internationalen Leitlinien, unter anderem der EAACI, sinnvoll. Daran orientiert sich die Betreuung in meiner Sprechstunde.
Wenn Ursachen und Mechanismen der Erkrankung und damit die Behandlung nicht verständlich sind, gehören entsprechende Erklärungen ebenfalls zur Betreuung.
Urtikaria ist durch Quaddeln und Hautrötung gekennzeichnet, meist begleitet von Juckreiz. Typischerweise verschwinden die einzelnen Veränderungen innerhalb von weniger als 24 Stunden oder wechseln ihren Ort. Die Quaddeln sind häufig rund, können durch Zusammenfließen aber andere Formen annehmen. Unter Druck werden sie blass. Sie hinterlassen typischerweise keine bleibenden Hautveränderungen.
Risiken oraler Kortikosteroide:
Wiederholte systemische Kortikosteroidbehandlungen können eine Urtikaria kontrollieren, gehen jedoch mit unerwünschten Nebenwirkungen einher, die nach Möglichkeit vermieden werden sollen.
Individuell angepasste Antihistaminikadosis:
Die Standarddosis aus der Packungsbeilage reicht nicht immer aus. Leitlinien erlauben bei geeigneten modernen Antihistaminika eine Erhöhung bis auf das Vierfache, allerdings ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht. Der Allergologe unterstützt auch die Auswahl unter den verschiedenen Wirkstoffen. Die Entscheidung erfolgt individuell und berücksichtigt mögliche Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, Sehstörungen oder Verstopfung.
Eine Nahrungsmittelallergie ist nur selten die Ursache:
Durch Informationen aus KI-Systemen und sozialen Medien führen manche Patienten ihre Urtikaria auf Nahrungsmittelallergien oder Unverträglichkeiten zurück. Daraus können unnötige Einschränkungen der Ernährung und unbegründete Angst vor dem Essen entstehen, die zusätzlichen Stress verursachen. Eine korrekte Diagnose ist wichtig, da auch autoimmune oder infektiöse Zusammenhänge infrage kommen. Ziel ist eine bessere Lebensqualität.
Zugang zu Biologika:
Bei Fällen, die trotz hoher Antihistaminikadosen nicht ausreichend ansprechen, wird die Eignung weiterführender biologischer Behandlungen beurteilt. Falls diese nicht kurzfristig zugänglich sind, kann nach individueller Prüfung zeitweise eine immunmodulierende Behandlung infrage kommen, die auf die beteiligten Zellen wirkt.
Sorgfältige Differenzialdiagnostik:
Abhängig vom Fall müssen mit Hauttests, Provokationstests oder Laboruntersuchungen andere Erkrankungen abgegrenzt werden, die urtikarielle Beschwerden hervorrufen. Dazu gehören auch infektiöse, autoinflammatorische oder andere entzündliche Erkrankungen wie Urtikariavaskulitis, die eine andere Behandlung erfordern.
Dieser Artikel erläutert akute und chronische Urtikaria möglichst verständlich für Patienten, die mit dem Anliegen „Meine Urtikaria geht nicht weg“ in die Sprechstunde kommen.
Entwickelt sich die Schwellung tiefer im Gewebe oder an Schleimhäuten statt als oberflächliche Quaddel, spricht man von einem Angioödem. Urtikaria und Angioödem können gemeinsam auftreten und Teil derselben Erkrankung sein.
Eine Urtikaria ist für sich genommen nur selten lebensbedrohlich. Gefährliche Situationen betreffen insbesondere schwere systemische Reaktionen auf Arzneimittel, Nahrungsmittel oder Insektenstiche sowie eine Beteiligung der Atemwege durch Schwellungen.
Der anhaltende Juckreiz kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und Arbeit, Freizeit, Lernen und andere Alltagsaktivitäten stören. Eine geeignete Behandlung soll eine möglichst normale Lebensqualität ermöglichen.
Ein häufiger erster Satz lautet: „Meine Urtikaria geht einfach nicht weg.“ Aufgabe des Allergologen ist es, möglichst einen normalen Alltag zu ermöglichen, ohne dauerhafte Abhängigkeit von Arzneimitteln mit ungünstigem Nebenwirkungsprofil wie oralen Kortikosteroiden. Auch bei Antihistaminika müssen mögliche Nebenwirkungen sorgfältig berücksichtigt werden.
Betroffene wissen, wie belastend diese Erkrankung sein kann. Auch ärztlich ist Geduld erforderlich, weil die optimale Einstellung selten bereits bei der ersten Konsultation gefunden wird. Ein literarisches Beispiel für die Verbundenheit zwischen Arzt und Patient ist das Gedicht des spanischen Arztes Ignacio Dávila über Urtikaria.
Wie entstehen Quaddeln und Juckreiz?
Urtikaria entsteht durch die Aktivierung von Mastzellen in der Haut. Diese Zellen setzen unter anderem den Botenstoff Histamin frei.
Histamin aktiviert Juckreizrezeptoren und erweitert die Blutgefäße. Die stärkere Durchblutung trägt zur Rötung bei. Gleichzeitig tritt durch die durchlässigeren Gefäßwände Flüssigkeit in das Gewebe aus; dadurch entstehen die Schwellung und der blasse Anteil der Quaddel.
Nicht alle Patienten setzen dieselbe Menge Histamin frei. Die Behandlung mit Antihistaminika muss daher nicht für jeden Patienten gleich sein.
Die Aktivierung der Mastzellen führt zudem dazu, dass andere Zellen an die entzündete Hautstelle gelangen. Solche Vorgänge kommen auch bei anderen allergischen Erkrankungen vor. Bei Urtikaria ist dieser nachfolgende Zellzustrom oft weniger bestimmend für die Beschwerden als beispielsweise bei allergischer Rhinitis in der Nase.
Mastzellreaktionen können auch durch orale Kortikosteroide beeinflusst werden. Antihistaminika sind jedoch die erste Behandlungsoption, da sie im Vergleich zu oralen Kortikosteroiden meist ein günstigeres Nebenwirkungsprofil haben.

Formen der Urtikaria: chronisch und akut
Für die allergologische Beurteilung ist wichtig, ob die Beschwerden seit weniger oder mehr als sechs Wochen bestehen. Danach wird zwischen akuter und chronischer Urtikaria unterschieden.
Chronische Urtikaria: Beschwerden über mehr als sechs Wochen
Bei chronischer spontaner Urtikaria lässt sich im Gegensatz zu manchen akuten Reaktionen kein eindeutiger äußerer Auslöser feststellen. Es können aber Umstände vorliegen, die Beschwerden verstärken. Das kann dazu führen, dass Patienten einen solchen verstärkenden Faktor irrtümlich für die eigentliche Ursache halten.
Die hier dargestellten Verlaufsangaben nennen eine spontane Rückbildung bei etwa 65 % nach drei Jahren und 85 % nach fünf Jahren. Bei ungefähr 2 % können Beschwerden länger als zehn Jahre bestehen. Der Allergologe kann den möglichen Verlauf einschätzen, eine genaue individuelle Vorhersage ist jedoch nicht möglich.
Es gibt zunehmende wissenschaftliche Hinweise auf autoimmune Mechanismen bei chronischer spontaner Urtikaria. Vereinfacht bedeutet dies, dass Bestandteile des eigenen Abwehrsystems irrtümlich gegen körpereigene Strukturen reagieren.
Ein Beispiel ist die Verbindung zu autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen. Dabei richtet sich die Immunreaktion gegen die Schilddrüse; eine Schilddrüsenunterfunktion und Urtikaria können gemeinsam vorkommen.
Bei chronischer spontaner Urtikaria gehört eine geeignete Basisdiagnostik mit Blutuntersuchung zur allergologischen Abklärung, da Zusammenhänge mit anderen, teilweise bedeutsameren Erkrankungen bestehen können. Diese müssen in angemessenem Umfang berücksichtigt werden.
Welche Laborwerte erforderlich sind, hängt vom Einzelfall ab. Meist können die Untersuchungen in einem üblichen Labor durchgeführt werden.
Akute Urtikaria: Beschwerden über weniger als sechs Wochen
Akute Urtikaria kann nach unterschiedlichen Auslösern auftreten, bei unmittelbaren Reaktionen häufig innerhalb von weniger als zwei Stunden.
Mögliche Zusammenhänge sind Virusinfektionen, allergische Reaktionen auf Antibiotika oder andere Arzneimittel, Insektenstiche sowie physikalische Reize wie Kälte, Druck oder Sonnenlicht. Daneben kommen weitere Substanzen oder Ursachen infrage.
Wenn ein Patient berichtet, dass seine Urtikaria nicht weggeht, ist eine sorgfältige Anamnese erforderlich. Dabei fragt der Allergologe nach den Umständen und möglichen Auslösern. Nach meiner Erfahrung werden solche Zusammenhänge häufig fehlinterpretiert: Viele Betroffene vermuten Nahrungsmittel als Ursache, obwohl diese nicht für ihre Beschwerden verantwortlich sind.
Dr. Tito Rodríguez Bouza
„Mein Ansatz orientiert sich an einer präzisen individuellen medizinischen Beurteilung. Er verbindet die klinische Praxis mit dem vertieften Verständnis der Krankheitsmechanismen aus meinen drei Forschungsjahren am Brigham and Women’s Hospital (Harvard Medical School).
Dadurch kann ich eine strukturierte Behandlung bei schwer kontrollierbarer Urtikaria planen und Ihnen zugleich so ausführlich wie gewünscht erklären, warum die Erkrankung entsteht.
Mein Ziel ist es, wiederholte erfolglose Arztkontakte aufgrund unwirksamer Behandlungen oder unklarer Erklärungen zu verringern. Bei akuter wie chronischer Urtikaria berücksichtigen wir die Immunreaktion und nicht nur die Haut.“
Was für eine wirksame und anhaltende Behandlung wichtig ist
Die Erkrankung kann sehr belastend sein. Die Zeit bis zur geeigneten Einstellung wird von Betroffenen oft als zu lang erlebt. Häufig sind eine, zwei oder drei Verlaufskontrollen erforderlich, um die Behandlung so anzupassen, dass ein normaler Alltag ohne ständigen Juckreiz möglich wird.
Wer immer wieder unter Urtikaria leidet, benötigt deshalb Vertrauen und eine nachvollziehbare Behandlungsplanung. Der Allergologe versucht schon beim ersten Termin, einen geeigneten Ansatz zu finden. Gelegentlich sind jedoch mehrere Anpassungen bei Folgeterminen erforderlich.
In der großen Mehrzahl der Fälle lässt sich mit unterschiedlichen Dosen oder geeigneten Antihistaminikabehandlungen eine Kontrolle erreichen. Ein kleinerer Teil der Patienten benötigt moderne Arzneimittel wie monoklonale Antikörper, mit denen Dr. Tito Rodríguez Bouza nachgewiesene Erfahrung besitzt, oder andere Optionen wie Immunmodulatoren. Diese weiterführenden Behandlungen erfordern fachärztliche Beratung. Im geeigneten Anwendungsfall können sie gegenüber einer langfristigen Behandlung mit oralen Kortikosteroiden Vorteile beim Sicherheitsprofil bieten.
Da orale Kortikosteroide weiterhin häufig eingesetzt werden, ist wichtig: Es gibt zahlreiche andere Behandlungsmöglichkeiten. Kortikosteroide sollten schweren akuten Situationen vorbehalten bleiben und nicht als langfristige Standardbehandlung dienen, da viele unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können.
In Notaufnahmen werden orale Kortikosteroide zur kurzfristigen Beschwerdekontrolle verwendet. Dies bedeutet nicht, dass sie die geeignete Dauertherapie sind. Wegen dieses wiederkehrenden Problems wird im Zusammenhang mit der wirksamen Urtikariabehandlung besonders auf diese Unterscheidung eingegangen.
Welche ärztlichen Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Urtikaria?
Es gibt keine einzelne Behandlung, die für alle Patienten geeignet ist. Die Auswahl richtet sich vor allem nach Beschwerdeschwere, möglichen Nebenwirkungen, bestehenden Begleiterkrankungen und dem Ansprechen auf frühere Therapien.
Leitlinien beschreiben Behandlungsstufen mit zunehmender Wirksamkeit und gegebenenfalls höheren Kosten oder anderem Nebenwirkungsprofil. Diese Stufen müssen individuell angewandt werden. Zu den Möglichkeiten gehören:
- Wenig sedierende Antihistaminika in zugelassener oder erhöhter Dosierung: Moderne Wirkstoffe der zweiten Generation verursachen meist weniger Müdigkeit und sind wichtige Arzneimittel der Urtikariabehandlung. Die Standarddosis reicht bei Urtikaria häufig nicht aus. Internationale Leitlinien sehen bei geeigneten Präparaten unter ärztlicher Aufsicht eine Steigerung bis auf die vierfache Dosis vor, bevor die Behandlung als unzureichend wirksam bewertet wird. Die Auswahl erfolgt nach den individuellen Eigenschaften des Patienten.
- Orale Kortikosteroide: Sie sollten unter Kontrolle des Allergologen auf schwere akute Schübe und eine möglichst kurze Dauer begrenzt werden. Insbesondere längere Anwendungen können unter anderem Gewichtszunahme, Bluthochdruck, Wachstumsbeeinträchtigung oder Knochenschäden verursachen; auch kurze Anwendungen können Nebenwirkungen haben.
- Immunmodulatoren: Sie bleiben schweren, therapieresistenten Fällen vorbehalten und können eine Alternative zur wiederholten Kortikosteroidbehandlung darstellen. Wegen möglicher Nebenwirkungen ist eine strenge ärztliche Überwachung erforderlich.
- Leukotrienantagonisten in ausgewählten Fällen: Sie können insbesondere bei bestimmten Formen verzögerter Druckurtikaria erwogen werden.
- Biologische Arzneimittel: Bei chronischer spontaner Urtikaria, die auf hohe Antihistaminikadosen nicht anspricht, haben monoklonale Antikörper die Behandlungsmöglichkeiten erweitert. Je nach Präparat handelt es sich um eine Injektionsbehandlung im klinischen Umfeld oder zu Hause. Bei vielen geeigneten Patienten kann sie wirksam sein. Die Anwendung setzt definierte Kriterien und eine vorherige Prüfung der Behandlungsstufen voraus.
Warum eine Online-Konsultation anfragen?
Bei anhaltender Urtikaria kann eine Videosprechstunde besonders geeignet sein. Ein zeitnaher Kontakt mit dem Allergologen erleichtert die zwei oder drei Medikamentenanpassungen, die häufig zur Kontrolle der Beschwerden nötig sind. Eine wirksame Behandlung erfordert Verlaufskontrollen und fachärztliche Betreuung. Wenn diese erst Wochen oder Monate später stattfinden, kann dies den Juckreiz und die Belastung unnötig verlängern.
Häufig sind keine weiteren Tests außer einer geeigneten Blutuntersuchung erforderlich. Der Arzt kann die notwendige Diagnostik planen, die dann in einem Labor in der Nähe des Patienten erfolgt. Die Erfahrung des behandelnden Facharztes kann dazu beitragen, die Belastung zu verringern.
Eine Grenze der Online-Betreuung besteht bei Patienten, deren Erkrankung sich mit mehreren Anpassungen nicht ausreichend kontrollieren lässt und die eine Behandlung benötigen, die nur in einer geeigneten Einrichtung durchgeführt werden kann.
Auch in diesen Fällen kann die Videosprechstunde vorübergehend helfen, die Behandlung bis zum Beginn der definitiven Therapie zu überbrücken und den langfristigen Einsatz oraler Kortikosteroide zu vermeiden. Weitere Gründe für eine persönliche Untersuchung werden individuell geprüft.
Wie erfolgen Allergietests und Verordnungen?
In der Allergologie gibt es Untersuchungen, die eine persönliche Vorstellung erfordern, etwa Hauttests, Epikutantests und Spirometrie. Andere Untersuchungen wie Blutanalysen oder bestimmte ergänzende Tests können durch geeignete Einrichtungen in Wohnortnähe durchgeführt werden.
Bei Urtikaria sind Hauttests, Epikutantests und Spirometrie — von besonderen Fragestellungen abgesehen — häufig nicht erforderlich. Stattdessen können je nach Fall Blutuntersuchungen angezeigt sein, die in der Nähe Ihres Wohnorts erfolgen, ohne dass Sie dafür bis zur Praxis reisen müssen.
Bei internationaler Betreuung hängen Verordnungen, deren Anerkennung und die Abgabe von Arzneimitteln von den Regeln des jeweiligen Landes ab. Ein elektronisches spanisches Rezept ist nicht automatisch überall verwendbar. Diese Voraussetzungen werden vor der Betreuung geklärt.
Nach einer Vorstellung in der Notaufnahme kann die allgemeine Empfehlung, beim Allergologen „Allergietests“ durchführen zu lassen, missverständlich sein: Nicht bei jeder Urtikaria sind die typischen Hauttests sinnvoll. Ebenso müssen ältere Arzneimittel oder pauschale Ernährungsempfehlungen anhand des individuellen Falls und der verfügbaren Evidenz überprüft werden. Notfallmedizin und Allergologie haben unterschiedliche fachliche Aufgaben; für eine gezielte längerfristige Behandlung kann eine allergologische Beurteilung erforderlich sein.
Wenn Sie eine persönliche Sprechstunde bevorzugen, ist dies zu berücksichtigen. Die Angaben zu allgemeinen Patientenvorlieben beziehen sich hierbei auf das Jahr 2024. Eine persönliche Konsultation ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie sich mit einer Online-Beratung nicht wohlfühlen. Wenn Sie Telemedizin ausprobieren möchten, wird nach Möglichkeit eine Videokonferenz anstelle eines reinen Telefongesprächs angeboten.
Zum Zeitpunkt der ursprünglichen Artikelfassung waren dem Autor keine Studien bekannt, die speziell bei Urtikaria die Patientenpräferenzen oder die Wirksamkeit einer Behandlung in Online- und Präsenzsprechstunden unmittelbar verglichen. Dies ist eine zeitgebundene Angabe des ursprünglichen Artikels und keine aktuelle systematische Literaturprüfung.
Hautarzt oder Allergologe: Wer behandelt Ihre Urtikaria?
Grundsätzlich können beide Fachgebiete eine Urtikaria zunächst in ähnlicher Weise behandeln. Bestimmte Formen, etwa Urtikariavaskulitis, können eine dermatologische Abklärung und Behandlung erfordern. Besteht dagegen der Verdacht auf eine allergische Ursache, kann die gezielte allergologische Untersuchung angezeigt sein.
Sowohl eine Überweisung zum Allergologen als auch eine Überweisung zum Hautarzt kann deshalb der richtige Weg zu einer wirksamen Behandlung sein. Welche weiterführende Betreuung erforderlich ist, wird anhand des Falls entschieden.
Sprechen wir darüber
Die Behandlung soll nicht nur Symptome lindern, sondern auch mögliche Ursachen und Mechanismen klären.
- Online-Konsultation per Videokonferenz nach vorheriger Terminvereinbarung.
- Private Konsultation: 150 €, bis zu 60 Minuten. Betreuung von Patienten aller Krankenversicherungen; bitte beachten Sie die Bedingungen Ihres Versicherungsschutzes und den passenden Weg zur Terminanfrage.

